Montag, 21. Juli 2014

Gewichtiges - 033

Wie schwer ist sie denn nun..? 

..na, die Beute meine ich.
Tja, da mich schon etwas länger das Thema 'auffüttern' beschäftigt, habe ich heute mal etwas an meiner "Stockwaage" gebastelt. Dabei hätte meine Frau mir ruhig ein paar von den Dingern schenken können: Swienty - Stockwaage.
Man nehme eine Fisch- oder Kofferwaage und entferne den Haken. Dann Haken nach belieben verbiegen, so dass man damit gut eine Beute hochheben kann. Ich habe dann auf den Haken ein M5 Gewinde gedreht und als Stopp für das Hölzchen eine Mutter aufgeschraubt. Dann Holzstange durchbohren, auf den Haken setzen und schwupp-die-wupp: fertig ist die Kartoffelsupp! .. oder eben die Waage im vorliegenden Fall.

Umgebaute Kofferwaage

Haken passend verbiegen!


Gewogen wird jeweils einmal auf der linken Seite und auf der rechten Seite. Die Ergebnis werden addiert und tatataaa: man hat ein Gesamtgewicht. Wenn ich recht informiert bin, sollte eine Zwei-Zargiges Volk etwa 42 kg wiegen - tut es bei mir aber absolut nicht.

Hinweis des Padawan: "Ich würde lieber zwei Haken machen und die Beute in der Mitte hochheben"
Antwort: "Wenn die Macht eins mit dir sein wird junger Padawan-Schüler, kannst du 30 oder mehr Kilo an einer Hand - oder auch ohne Hand heben und so das Beutengewicht ermitteln!"

Ich habe dann mal in Excel Pivotcharts aufgetragen und werde jetzt mal bis in den Winter- einmal im Monat - messen. Ich bin sehr gespannt auf die Kurve.

  • Volk I ist das Wirtschaftsvolk
  • Volk II wurde zusammen mit Volk I gekauft, hatte aber das Problem mit der schlechten Königin
  • Volk III & IV sind ebenfalls zusammengekauft worden. Aber ein Volk hatte eine Brutwabe mehr drin.




Resumee: Insgesamt habe ich mich verschätzt. Ich dachte, dass die Völker schon viel schwerer sind. Ist wohl eine Täuschung und gut, dass ich jetzt weiß was Phase ist!


Samstag, 19. Juli 2014

Ableger füttern - 032

Futter Marsch!

Naja, so nun doch wieder nicht. Nach dem ich mit einem erfahrenen Imker gesprochen hatte, kam ich zu dem Schluß, dass ich was ändern muß. So kann's laufen. Eigentlich dachte ich alles ist super, aber es gibt eben doch noch Optimierungsmöglichkeiten!

Futtertasche zuweit weg vom Brutnest

Im vorliegenden Fall war die Futtertasche einfach zu weit weg vom Brutnest. Im Nachhinein scheint es mir logisch zu sein, selbige ans Nest ranzuhängen. Also, Futtertasche von rechts nach links an das Brutnest heran und dann 1,5 Liter Ambrosia Flüssigfutter verabreicht. Was etwa 2 kg entspricht.
Mein Ursprünglicher Gedanke war nur - Futtertasche weit weg vom Flugloch. Mit anderen Worten, ich werde das Flugloch jetzt auch noch von links nach rechts umhängen. Dann haben die Bienen es (momentan) zwar weiter vom Eingang zum Brutnest, aber da sich das gerade ausbreitet, ist es (hoffentlich) egal. Auf jeden Fall ist dann der Weg zur Futtertasche gut bewacht und verhindert so die Räuberei. Das Flugloch ist auch noch weiter eingeengt worden.

Futtertasche jetzt am Brutnest



Was ist eigentlich Räuberei?

Unter Räuberei versteht man versteht man das Ausrauben des Volkes. Schwache Völker werden dabei von stärkeren überfallen. Dabei bleibt es nicht aus, dass das schwache Volk abgestochen wird. Das Ganze führt natürlich auf beiden Seiten zu Toten. Sowas wird häufig durch falsche Handhabung (Fehler des Imkers) begünstigt. Von daher: Einfüttern wenn die Bienen im Stock sind und Futterreste immer weg machen!
Das Flugloch muß eingeengt sein, damit die Bienen es einfach verteidigen können und das Ziel sollte es sein, die Volksstärke dementsprechend anzuheben. Also, schnell und sauber Arbeiten!

Futterverbrauch (meiner Bienen)

Da ich seit dem Anfang des Fütterns alles dokumentiere, hier mal eine kleine Excelliste. Wie man sehen kann, wird das Futter in den Ablegern gar nicht so gut angenommen wie gedacht. Mir fällt dann irgendwann auf, das die zeitlichen Abstände des Einfütterns viel zu groß sind. Das mag aber auch daran liegen, dass ich zuerst Futterteig genommen habe. Hier gibt es typischer Weise eine Imkerdiskussion: Futterteig kann nicht so schnell geräubert werden, deswegen ist das für schwache Ableger besser..  Ich habe da mittlerweile einen anderen Eindruck gewonnen und werde im nächsten Jahr die Ableger von Anfang mit flüssigen Futter versorgen. Außdem brauchen die Bienen ausreichend Wasser um den Futterteig zu verarbeiten.
Das Wirtschaftsvolk wurde bei mir bis dato noch gar nicht gefüttert und die drei Ableger bekommen aber schon länger Futter. Bei zwei Völkern ist bis jetzt 3,20 kg reingegangen und der größere Ableger hat 4,90 kg erhalten. Ich hoffe, dass die Völker bis August noch ordentlich auf Zug kommen und nicht so viele Winterbienen sich abarbeiten.

Impression: Verkettung

Das Bild ist halt nur mit dem Handy gemacht worden, aber man kann trotzdem schön sehen, wie die Bienen sich gegenseitig "unterstützen" und einen Kette bilden, wenn man die Wabengasse vergrößert:















Dienstag, 15. Juli 2014

Draußen vor der Tür - 031

Vor der Tür

Heute wollte ich 'nur' mal schnell auffüttern und es ist auch mal wieder Gewitterluft. Ein häufiges Phänomen diesen Sommer. Gute das es keinen Klimawandel gibt ;-)
Die Völker sind trotzdem sehr ruhig und friedlich. Bei einem Ableger war vor Tür etwas mehr los was ich mir eine Zeit lang angesehen habe. Die Bienen wollten wohl nicht alle rein, jedenfalls wollten Sie wohl auch nicht, dass die Drohnen da noch wieder reinkommen. Dementsprechend blieben selbige draußen vor der Tür. Was ich mich frage: Warum heißt das Drohnenschlacht? Da war doch bestimmt mal ein Bildzeitungsredakteur Imker, oder? Anbei noch ein kleines Video in Handyqualität:


KDE - Karl Dall Effekt

Übrigens, schon fast auf dem Weg nach Hause, stach mich doch noch ein Bienchen über die rechte Augenbraue. *autsch* - tut eigentlich gar nicht weh, juckt nur am Anfang immer so. Über Nacht ist das einen Hauch angeschwollen:


Naja, irgendwie fehlt mir das räumliche Sehen heute etwas.Eigentlich sind meine Immen ganz lieb, aber bei leichter Gewitterluft zu füttern ist auch etwas besch****.


Donnerstag, 3. Juli 2014

Kleine Futterkontrolle - 030

Futter noch da?

Heute wollte ich wissen, wie viel von dem Fertigfutter den noch da ist und habe das mal mit der Kamera dokumentiert. Am 29.06.2014 hatte ich die 3 Ableger mit jeweils 300 gr. versorgt. Für die Aufnahme des Fertigfutters brauchen die Bienen auch Wasser und die Aufnahme dauert dann insgesamt etwas länger - nämlich 4 Tage. Bei zwei der Ableger war das Futter heute alle. Der Ableger der eine Brutwabe weniger inne hatte, hat dementsprechend auch noch einen Rest Futter nach. Ich denke mal, es ist alles im Rahmen normaler Parameter. Anbei das Video (~20 min).



Bienenstich

Wie sagte ich noch gleich? Ich werde nicht von meinen Bienen gestochen? So ist es denn auch. Kaum hatte ich meinen Imkeranzug ausgezogen, bin ich (wieder mal) von den Bienen aus der benachbarten Beute attackiert worden. Zwei Stiche gab's diesmal für mich. Einen im Arm und einen in die Lippe.

oHoven lässt grüssen ..

mitfühlende Ehefrau

Schwellung fast abgeschlossen...


Der in der Lippe ist wirklich unangenehm. Spart aber das Facelifting! Dann mal gute Nacht!


Sonntag, 29. Juni 2014

Kiekeberg, Flugloch und anderes - 029

Kiekeberg

Heute ging es mit dem Verein ins Museum nach Kiekeberg. Zum einen ist das Museum wirklich sehr interessant und zum anderen sind wir ja wegen der Bienen dort gewesen. Clemens Tandler ist dort der Vorsitzender, der die "Abteilung" der Bienen unter sich hat und für das Publikum die Sachen wirklich gut erklären kann. Der Ausflug hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Erklärt wurde sowohl seine Betriebsweise und Varoabehandlung als auch sehr interessante Sachen bezüglich Heidehonig und dem "Lüneburger Stülper".

Interessant und neu für mich, war der Prüfstand. Die Bienen auf dem Prüfstand werden ein Jahr lang als Wirtschaftsvolk gehalten und erhalten keinerlei Unterstützung. Sprich: Keine Varoabehandlung und kein Füttern. Stattdessen werden noch gezielt einige Maden "erstochen" um zu Prüfen, wie das Säuberungsverhalten von den Bienen ist. Denn nur Bienen die einen guten Putztrieb haben, sollten auch in der Leistungszucht weiterkommen. Dazu findet man im Internet auch jede Menge Informationen. Das Thema wird wohl auch grundsätzlich bei der Königinnenzucht behandelt! Das Wetter war nicht so schön, aber es hatte auch keinen gestört ein paar nasse Füße zu bekommen.

Erläuterungen zur Betriebsweise des Prüfstandes

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Ich hatte schon die "Befürchtung" (nicht wirklich..), dass sich bei meinem Bienenstand das Jacobskreuzkraut (lat. Senecio jacobaea) ausbreitet. Jacobskreuzkraut gilt als Bienengiftig und versaut naklar auch den Honig. Aber eigentlich mögen die Bienen das auch gar nicht so gerne - wurde mir zumindest gesagt. Wie auch immer, bei meinem Bienenstand handelt es sich um Hypericum welches nicht giftig ist - jedenfalls nicht so.. . Die Pflanzen sehen sich etwas ähnlich und heißen auch noch ähnlich. Das ist doch mal echt doof, oder? Wie auch immer, Johanniskraut erkennt man an den typischen Blüten ganz schnell.
Johanniskraut
Ich habe dazu noch einen Link im Internet gefunden, der Interessierten hilfreich sein könnte: Gartenakademie

Auffüttern

Die Ableger haben immer noch Kohldampf. Zumindest scheint es mir so auszusehen ;-)) 
Heute habe ich das dritte Mal 300g. gefüttert. Zwischen den Fütterungen lass ich immer etwas Zeit verstreichen, denn ich will auch nicht, dass die Bienen alles mit Futter vollknallen und hinterher die Königin keinen Platz mehr zum Legen hat! Das bauen geht zwar langsam, aber durchaus sichtbar von statten. Ab Mitte Juli sollten dann auch reichlich Bienen noch dazukommen (sofern meine Berechnungen stimmen und sich die Bienen an die Lehrbücher halten). Ich hoffe, dass die Königin die Chance hat, noch viel Nachkommen abzusetzen damit das Volk mit angemessener Stärke auch in den Winter gehen kann. Bis jetzt läuft alles super. Ich bin gespannt was bei der Honigernte im nächsten Monat dann rauskommt. 

Hier noch eine kurze Beobachtung vor dem Flugloch - und ich habe das Handy auch noch mal in den Ableger reingehalten ;-)


Ansonsten läuft alles im Rahmen der üblichen Parameter und ich bin zufrieden.




Montag, 23. Juni 2014

Kurze Kontrolle - 028

Füttern oder nicht? Das ist hier die Frage..

.. naja, so schlimm ist's nun auch wieder nicht. Gefüttert habe ich aber doch - die Ableger. Die Ableger sollen auf jeden Fall auf zwei Zargen in den Winter starten und wenn man genug Futter gibt, dann sollte das wohl auch gelingen.

Beim ersten Mal habe ich den zwei neuen Ablegern 2:3 Zuckerwasser gegeben und weil es sich gut ergab bekommen die Bienen jetzt Fertigfutter. Die Aufnahme scheint aber deutlich länger zu brauchen als das Auffressen des flüssigen Futters. Genug Feuchtigkeit gibt's auch an jeder Ecke, so dass die Bienen auch genug Flüssigkeit zum Auflösen des Futters haben dürften.

Impressionen aus den Ablegern:






Arbeitsvolk:

Der "große" Stock entwickelt sich zufriedenstellend. Die zwei Zargen sind noch nicht ganz voll mit Bienen, aber es gibt jede Menge Brut in allen Altersstufen. Ich bin sehr zufrieden damit.
Auch wenn da heute viele Bienen mit den Köpfen in den Waben saßen, gehe ich mal davon aus, dass das Futter ausreicht. Die neue Tracht fängt auch sicher in den nächsten Tagen wieder an.


Sonntag, 22. Juni 2014

Honig abfüllen - 027

Das allererste Mal ...

Nun war es endlich so weit! Wir haben das erste Mal unseren eigenen Honig abgefüllt. Bei der Imkerei Lorenzen gibt es nun 35 Glas feinsten Rabshonig. Die erste Charge wird noch verschenkt und so dürfen sich ein paar Leute jetzt schon mal freuen.

Den Honig haben wir über zwei Tage aufgetaut. Dazu hatten wir uns bei Holtermann man den "Wärmemeister II" zugelegt. 248.- Euro ist zwar etwas teurer als bei der Konkurrenz, aber bei Bienen Voigt bin ich 3 (!) Mal gewesen .. Kommt in den nächsten Tagen ... braucht noch zwei Tage länger ... vermutlich nächste Woche .. ne, doch noch etwas später .. Die verarschen ein - wahrscheinlich haben die so viel Geld, dass die gerne mal auf so kleine Imker wie mich sch*****

Wie auch immer. Holtermann ist zwar etwas teurer - aber nett und ehrlich!

Wärmeschrank

Der Honig stand nach dem Kristallisationsprozess bei uns im Keller (~16°C).  Zum "Auftauen" habe ich den Bottich dann (verschlossen) in den Wärmeschrank gestellt.

Wärmemeister II von Holtermann


Nach einem Tag war der Honig wabbelig und nach zwei Tagen aufgetaut. Vom ursprünglichen Plan den Honig nochmals zu filtern sind wir abgewichen. Das scheint nämlich nicht notwendig zu sein. Was ich bei dem Wärmemeister als ungünstig empfinde ist die Tatsache, dass der Temperaturregler nicht auf Grad-Celsius ausgelegt ist, sondern mit einer sinnlosen Skala. Bei "Stufe" 45 scheint man aber die richtige Gradzahl gefunden zu haben. Der Schrank wird auf ~36°C aufgeheizt und wenn die Temperatur wieder auf ~ 30°C runter geht, wird nachgeheizt. Ich denke mal, dass ich zum nächsten Winter hin hier mal selber was basteln werde, zum Beispiel  mit Arduino. Das bietet sich irgend wie an ..

Aufbau

Nach dem wir die Küche geputzt hatten ging es dann ans abfüllen. Wir hatten uns extra einen neuen, kleinen Geschirrspüler zugelegt, der ausschließlich für die Reinigung der Honiggläser genutzt wird. Die Gläser und Deckel wurden auf die Arbeitsplatte gestellt und der "Workstream" aufgebaut.

Der Geruch wenn man so einen großen Honigeimer aufmacht ist echt super! Zunächst haben wir den Honig nochmal abgeschöpft und gerührt. Wobei das abschöpfen ungefähr ein Teelöffel voll war - vermutlich auch unnötig.

Rapshonig - lecker!

Dann haben wir den Honig in einen neuen, sauberen Eimer gegossen wo ich in dem Deckel einen Quetschhahn eingebaut habe. Wenn wir in Zukunft mehr abfüllen wollen, muß nur noch der Deckel von Eimer zu Eimer umgesetzt werden und wir müssen nicht ständig Honig in andere Eimer umfüllen.


Die Gläser haben wir alle mal zur Probe gewogen. Und das Gewicht schwankt bis ~ 8 Gramm pro Glas. Durchschnittlich liegen wir bei 180 g / Glas. Mit Honig dann bei 480 g.

Das Abfüllen geht schnell von statten. Der Deckelabfüller hat aber auch einen kleine Nachteil. Das Plastik des Deckels ist etwas dünn und beim "Luftholen" springt der Deckel (und damit der Hahn) etwas hin und her. Das lässt sich aber nach ein paar Gläsern gut kompensieren ;-)

Unseren heutigen Impressionen:



Füllprozess

Ich steh auf dieses Haarteil Dingenskirchen .. 
Das Ergebnis lässt sich auf jedem Fall sehen und wir sind echt froh und glücklich!

Original Kisdorfer Rapshonig der Imkerei Lorenzen